Tipps und Tricks für lange Autofahrten mit kleinen Kindern

Wie lange dauert das noch? Sind wir endlich da? Mir ist langweilig!! So oder so ähnlich sind unsere ersten Assoziationen beim Gedanken an Urlaubsfahrten mit den Kleinen. Hinzu kommt noch ein Superstau und 30 °C im Schatten und der Urlaubsalbtraum ist perfekt.

Damit Euer Urlaub nicht schon mit Streit und Tränen (auf beiden Seiten) anfängt, hat Picture-Moments hier unsere Lieblingstipps gesammelt, mit denen die Autofahrt so entspannt wird, wie auch anschließend hoffentlich Euer Urlaub.

Die drei Schlüsselwörter heißen: Entertainment, Pausen und Verpflegung.

  • Entertainment

Sagen wir, Ihr fahrt von Köln nach Dänemark. Je nachdem, wo Euer Reiseziel genau liegt und ob ihr in einen Stau kommt, müsst Ihr die lieben Kleinen 6 bis 10 Stunden unterhalten.

Die Aufmerksamkeitsspanne ist bei Kindern noch nicht so furchtbar hoch und erfordert häufige Variationen des Unterhaltungsangebots. Wir ziehen also jedes Mal, wenn die Stimmung zu kippen droht, einen neuen „Joker“ aus der Tasche.

Da wir alle wissen, dass jedes Auto bei einem Urlaub mit Kindern bis unters Dach vollgepackt ist – und zwar unabhängig davon, ob wir ganze drei Wochen unterwegs sind oder nur ein Wochenende – müssen Platzsparende Lösungen her.

Unser gesamtes Urlaubsentertainment passt daher in einen Kinderrucksack. Kein Witz. Der Trick ist die Auswahl flacher Gegenstände, die über das DIN A 4 Format nicht hinausgehen. In die Lücken kommen noch ein Auto hier, ein paar Stifte da. Hörbücher auf dem iPod nehmen z. B. auch wenig Platz weg.

autorucksack

Meine Kinder beschäftigen sich am längsten mit Dingen, die sie noch nicht kennen. Und auch wenn ich kein Fan von vielen Geschenken „einfach so“ bin, gibt es bei uns für den Urlaub immer etwas neues. Ein neues Buch, Sticker, Spielzeugauto… Bei den Kleineren reicht es auch schon, wenn man ein beliebtes Spielzeug ein paar Wochen vor dem Urlaub wegpackt und dann im Auto wieder herausholt. Dann können sie es wieder neu entdecken.

Achtet bei der Auswahl des Entertainments auf Autotaugliche Gegenstände/Aktivitäten. Bei uns haben sich z. B. wiederverwendbare Sticker oder das Reise-Aqua Doodle sehr bewährt. Bei letzterem wird der dazugehörige Stift mit Wasser gefüllt und man kann damit auf dem dazugehörigen Pad malen. Trocknet das Wasser, verschwindet die Farbe. Fingerfarben hingegen wären eher ungeeignet, weil es auch das Auto einsaut.

Alles, was Ton hat, ist bei unseren Kindern sehr beliebt. Ob tiptoi, Hörbücher, Lieblingsmusik… Kinder finden es prima. Damit Mama und Papa es nach 8 Stunden Fahrt noch genauso prima finden, empfehle ich dringend einen Kopfhörer 😉

Noch ein Tipp zum Thema Medien. Manchen Kindern wird es im Auto schlecht. Da wären die Lieblingsserie auf dem iPod oder manchmal sogar Bücher nicht die richtige Wahl. Am besten, Ihr probiert das vorher mal aus.

Für den Aufenthalt vor Ort haben wir dann auch noch immer etwas nettes dabei. Platzsparend sind da z. B. aufblasbare Wasserbälle, Puzzle oder Fingerstempelbücher.

Urlaubsideen

  • Pausen

Pausen machen ist essentiell – aber richtig. Der erste Reflex bei Reisen mit Kindern ist es, regelmäßige Pausen einzuplanen. Aus der eigenen Erfahrung würde ich sagen, das ist nur bedingt richtig. Viel eher würde ich zu bedarfsorientierten Pausen raten. Das heißt im Klartext: es wird nur angehalten, wenn die Kinder es brauchen, der Sprit alle ist oder jemand Pipi muss. Ansonsten werden ordentlich Kilometer gemacht.

Natürlich solltet Ihr bei der Fahrt die Spielplatz-Pausen mit einkalkulieren und den Kindern ermöglichen. Wer viel sitzt, will zwischendurch rennen, toben, Quatsch machen. Von meinen Beobachtungen her kann ich sagen, dass die meisten Rastplätze über wirklich nette Spielplätze (innen wie außen) verfügen. Kinder brauchen auch längere Pausen als Erwachsene. Da ist es mit 10 Minuten oft nicht getan. Das würde ich mit einplanen.

Jetzt kommen wir aber zur Bedarfsorientierung. Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, im  Vorfeld die Strecke zu unterteilen und stumpf alle zwei Stunden eine Pause zu machen. Ja, ich weiß, gerade bei Babys ist man geneigt, das Kind in kurzen Abständen aus der Babyschale zu holen. Aber wie sagte meine Hebamme mal: „Wenn das Kind schläft, willst Du es nicht wecken. Da ist nämlich keinem mit geholfen. Und außerdem macht ihr so eine Fahrt ja auch nicht jeden Tag.“

Also: wenn die Kinder schlafen, heißt das für Euch fahren, fahren, fahren. Als Eltern haben wir glaube ich eine ganz gute Antenne dafür, wann die Stimmung zu kippen droht und wann das Kind jetzt tatsächlich mal raus und bewegt werden muss.

Wenn Ihr dann eine Pause macht, sorgt bitte dafür, dass auch die Bedürfnisse der Erwachsenen erfüllt werden. Sorgt für einen vollen Tank, dafür, dass Ihr selbst zur Toilette geht und dafür, dass ggf. Essen- und Trinkvorräte wieder aufgefüllt werden. Denn mal ernsthaft: wollt Ihr wirklich 20 Minuten nach der Kinderpause wieder anhalten, weil nun Papa auf’s Klo muss?

  • Verpflegung

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich bekomme immer Hunger, wenn ich Langeweile habe. Essen ist also auch eine tolle Beschäftigung. In der Kühltasche befindet sich also die Tagesration an Essen und Trinken für die ganze Familie.

Auch hier kann es helfen, etwas anzubieten, was es nicht täglich gibt, was aber jedes Kind liebt. Ich denke da an Bifi, Waffeln, Buchstabenkekse. Letztere eignen sich auch hervorragend, um Buchstabenspiele zu spielen und wieder etwas Zeit rumzukriegen. Aber auch gesunde Snacks sind etwas für Autofahrten. Gurke, Möhre, Paprika sind prima Fingerfood und stehen bei den Kids nicht minder hoch im Kurs.

Schokolade ist eher nicht so der Knaller, weil es so schön schmiert, vor allem, wenn die Sonne auf das Auto brezelt (…dass ich mal von Schokolade abrate!?!).

Hauptsache, Ihr habt was dabei und müsst nicht wegen jedem „Hunger! Durst!“ anhalten.

Stillkinder oder Kinder, die die Flasche noch nicht selber halten können, sind ein Sonderfall, der auch die Pausen beeinflusst. Hier gilt oft: ein sattes Baby ist ein müdes Baby. Da würde ich auch noch eher vorausschauende Pausen machen. Sprich: wann kommt der nächste Rastplatz? Ist ein Stau angesagt? Und dann vorsorgen und das Baby füttern und in der gleichen Zeit alle anderen Bedürfnisse aller Mitreisenden erfüllen, um weitere Pausen zu vermeiden (siehe oben).

Also, Entertainment, Pausen und Verpflegung sind im Grunde der Trick.

Und natürlich wisst Ihr das alle, aber weil ich es so wichtig finde, sage ich es nochmal: Haltet unter allen Umständen zum Stillen an. Kommt nicht auf die Idee, das Kind im fahrenden Auto aus dem Kindersitz zu nehmen. Das ist selbst bei geringem Tempo lebensgefährlich!

Genauso, wie Ihr wisst, dass Ihr die Kinder NIEMALS alleine im Auto lasst, um „nur mal eben“ Pipi zu machen oder zu tanken. Das ist im Sommer ebenfalls lebensgefährlich.

Insgesamt empfehle ich eine gute Vorbereitung. Überlegt Euch vorher, was Ihr braucht, habt eine Wickeltasche parat, damit Ihr nicht erst noch an den untersten Koffer müsst, wenn jemand umgezogen werden muss und packt das Auto am Vorabend. So könnt Ihr am Urlaubsmorgen direkt ins Auto steigen und losfahren.

Habt einen tollen Urlaub! Und den Fotoapparat nicht vergessen! 😉

 

P. S. Ich werde nicht von Ravensburger gesponsert, auch wenn hier viele Produkte davon abgebildet oder vorgestellt sind. Ich finde die Sachen einfach gut 🙂

 

 

 

 

 

 

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