Ferien-Tipp # 21 – Auf den Hund gekommen

hund„Mama, Papa, bekomme ich einen Hund?!?“ – Diese Frage haben meine Eltern früher bestimmt oft gehört. Da wir früher jedoch oft umgezogen sind und potentielle Vermieter nicht unbedingt erfreut auf Kind UND Hund reagierten, gab es keinen Hund. Das heißt, das stimmt nicht ganz. Es gab fast einen Hund. Den hatten mir unsere Nachbarn zum 4. Geburtstag geschenkt. Ein kleiner Dackelwelpe: Taps. Meine erste große Liebe. Leider hatten sie vorher meine Eltern nicht gefragt und so war Taps zwar irgendwie mein Hund, lebte aber bei unseren Nachbarn. Zu blöd, dass wir im darauf folgenden Jahr wieder umzogen. Ich bekam Besuchsrecht. Bei knapp 400 km Luftlinie und einem jungen Alter von 5 Jahren war das gar nicht so einfach. Meine Eltern versprachen mir, wenn ich genug gespart hätte und alleine fliegen würde, dann dürfte ich Taps besuchen. Irgendwann war es dann soweit. Naja, um ehrlich zu sein hatte ich mit 5 Jahren mit Sicherheit kein Flugticket zusammengespart – das war wohl eher eine pädagogische Maßnahme seitens meiner Eltern. Aber wir fuhren zum Flughafen, um dort „mal zu fragen, ob das denn überhaupt geht“ – so alleine fliegen als Kind. Ich glaube bis heute, meine Eltern hatten weder damit gerechnet, dass ich freiwillig alleine in ein Flugzeug steige, noch dass die Fluggesellschaft so kleine Kinder überhaupt alleine mitnehmen würde. Das Mindestalter war jedoch in der Tat 5 Jahre (!) und ich hatte Taps-Sehnsucht. Unsere ehemaligen Nachbarn haben dann meinen Wochenendbesuch mit ganz vielen Polaroid-Bildern festgehalten und mir als Erinnerung ein Taps&Tina-Fotoalbum geschenkt. Ich habe es heute noch. Der Wunsch nach einem Hund blieb. Meine Oma – und jetzt kommen wir endlich zum Ferien-Tipp – meine Oma hatte bei einem meiner Ferienbesuche auf jeden Fall eine ganz großartige Idee. Sie ist mit meinem Cousin und mir in ein Tierheim gefahren. Dort werden oft ehrenamtliche Helfer gesucht, die mit den Hunden Gassi gehen. Wir haben uns quasi einen Hund „geliehen“. Falls auch ihr Kinder habt, die gerne einen Hund möchten, es Euch aber nicht möglich ist, einen in die Familie aufzunehmen, wäre das doch ein Kompromiss. Und selbst, oder besonders dann, wenn Ihr plant, einen Hund aufzunehmen, könnt Ihr so schon einmal ausprobieren, ob Euch und Eurer Familie die Verantwortung und der Umgang mit dem kleinen oder großen Vierbeiner liegt. Schaut doch bitte auch zuerst in Tierheimen und nicht beim Züchter vorbei. Es gibt so viele Hunde, die ein liebevolles Zuhause suchen. Ich habe heute übrigens wieder einen Fast-Hund. Also, der Hund ist ein echter Hund. Sie heißt Lara und gehört meinen Eltern. Lara ist von der Welpenstation Mallorca und ein kleiner Senf-Hund, wie meine Mutter sagen würde: da hat jeder seinen Senf dazu getan. Wenn wir zu Besuch sind, darf ich mit Lara spielen, toben, Quatsch machen und sie verziehen. Das ist der Deal: während Oma und Opa mein Kind verziehen, verziehe ich ihren Hund. Das ist doch fair, oder? 🙂

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s